Das Steuern


Da es keine Lenkeinrichtungen wie am Bob gibt, wird der Skeleton hauptsächlich durch Gewichtsverlagerung gesteuert. Grundsätzlich gilt: Will man nach links(rechts) lenken, so muss man die meisten Schlitten auch links(rechts) belasten.

Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Um einen Lenkeffekt zu erzielen, gibt es 4 Möglichkeiten, die nach den Körperteilen, mit denen dieser erreicht wird, unterschieden werden:

  • Verlagern des Kopfes: Durch Neigen des Kopfes entweder nach links (Linkskurve) oder nach rechts (Rechtskurve) erreicht man den geringsten Lenkeffekt. Diese Variante ist nur für Feinstkorrekturen der Linie gedacht.
  • Druck mit den Schultern auf den Schlittenrahmen: Dieser bewirkt, dass die am Rahmen befestigten Kufen auf der jeweiligen Seite stärker ins Eis gedrückt werden wodurch die Reibung mit dem Eis steigt. Dadurch wird der Schlitten auf dieser Seite minimal verlangsamt und fährt somit in die angestrebte Richtung.
  • Druck mit den Knien auf den Schlitten: Er hat prinzpipiell die gleiche Wirkungsweise wie das Drücken mit den Schultern. Einziger Unterschied ist, das hierbei der hintere Teil der Kufe mit der Fräsung ins Eis gedrückt wird, was einen höheren Lenkeffekt ergibt, den Schlitten allerdings für den Moment des Lenkeinsatzes auch etwas mehr verlangsamt.
  • Auftippen/Schleifenlassen des Fußes dient meist als Notanker in brenzligen Situationen, um auf die "Ideallinie" zurückzukommen oder diese kompromisslos zu halten.